5 Tipps, wie Sie Ihre Kosten für Ihr Auto senken können

Mit dem Kauf eines Autos wird nicht nur der Kaufpreis fällig, sondern es entstehen noch diverse weitere Kosten wie z.B. Versicherungskosten oder Unterhaltskosten. In diesem Beitrag geben wir Ihnen 5 Tipps, wie Sie die Kosten für Ihr Auto reduzieren können.

Alle anfallenden Kosten geteilt durch die jährliche Kilometerleistung ergeben die Kilometerkosten und somit die Unterhaltskosten für ein Auto pro Jahr. Laut TCS sind die Kosten pro Kilometer 2019 von 70 auf 71 Rappen gestiegen (Annahme eines Fahrzeuges mit einem Durchschnittspreis von CHF 35'000 und einer jährlichen Fahrleistung von 15'000 Kilometer).

Grundsätzlich wird zwischen fixen und variablen Kosten unterschieden. Zu den Fixkosten gehören unter anderem die Verkehrssteuer, die Versicherung, Voll-/Teilkasko, Abzahlung/Amortisation oder der Garagenparkplatz. Variable Kosten sind beispielsweise Benzinkosten, Service- und Reparaturkosten sowie Parkgebühren und Bussen.

1. Anschaffungskosten

Sobald Sie den Entscheid getroffen haben, sich ein neues Auto zu leisten, steht die Frage der Finanzierung an. 20% unserer vergebenen Privatkredite werden für die Finanzierung eines neuen Fahrzeuges verwendet. Achten Sie bei der Aufnahme eines Privatkredits darauf, dass die Höhe des Kredits sowie die Laufzeit und die daraus resultierende Monatsrate zu Ihrem monatlich verfügbaren Budget passt. Kalkulieren Sie dabei nicht zu knapp, sondern rechnen Sie immer mit einem Puffer für anfallende Kosten wie Service- oder Reparaturleistungen.

Autokredit anfragen

Eine weitere Möglichkeit, wie Sie Ihr neues Auto finanzieren können, ist Leasing. Gleich wie bei einem Kredit, sollten Sie auch bei dieser Finanzierungsform darauf achten, wie hoch die Leasingrate ausfallen darf. Diese ist jeweils abhängig von der Anzahlung und der jährlichen Kilometerleistung, die Sie planen zu fahren. Vor allem bei der Anschaffung eines neuen Autos oder wenn Sie regelmässig ein neues Auto fahren möchten, bietet sich die Leasingfinanzierung an. Der grösste Unterschied zwischen beiden Finanzierungsformen zeigt sich bei der Ermittlung wer Lenker und Eigentümer des Fahrzeuges ist. Während Sie mit einem Autokredit Ihr neues Fahrzeug kaufen und somit Eigentümer und Lenker sind, bleibt beim Leasing ein Dritter der Eigentümer des Fahrzeugs und Sie werden lediglich Lenker. Dies wird in den Fahrzeugpapieren vermerkt.

Auch der steuerliche Vorteil sollte beachtet werden. Privatpersonen, die einen Kredit zurückzahlen, können die jährlichen Zinsenkosten absetzen und somit einen Steuervorteil erhalten. Wählen Sie die Leasingvariante, ist der Steuervorteil nur Selbstständigen und Unternehmen vorbehalten. Weitere Unterschiede zwischen beiden Finanzierungsformen und welche Variante für Sie besser passt können Sie in unserem Beitrag" Leasing oder Autokredit: Die Vor- und Nachteile" beider Finanzierungsformen erfahren.

2. Versicherungen vergleichen

Wenn Sie sich ein neues oder Ihr erstes Fahrzeug kaufen, lohnt es sich die Angebote verschiedener Versicherungsanabieter einzuholen und diese zu vergleichen. Ermitteln Sie dazu im Voraus, welche Leistungen Sie versichert haben möchten und welche gegeben falls obligatorisch sind. Entscheiden Sie sich für ein Autoleasing, ist zum Beispiel eine Vollkaskoversicherung Pflicht. Denken Sie vor dem Abschliessen Ihrer Autoversicherung daran, dass viele Versicherungen Rabatte geben, wenn Sie beide Versicherungen (Haftpflicht und Teil-/Vollkasko) bei derselben abschliessen.

Die Höhe der Versicherungssumme ist von der Art des Autos abhängig (Marke, Grösse, Motorisierung, etc.), haben Sie daher auch schon während der Wahl Ihres Autos im Kopf, dass Sie bei einem günstigeren Wagen eine geringere Versicherungssumme zahlen, als bei einem teuren Fahrzeug mit einer hohen Motorisierung. Achten Sie auch auf die Laufzeit der Versicherung und kontrollieren Sie einmal im Jahr, ob alle Angaben noch gültig sind bzw. ob vielleicht die eine oder andere Versicherungsleistung angepasst oder möglicherweise entfernt werden kann.

3. Stell- oder Garagenparkplatz oder doch die städtische Anwohnerparkkarte

Ein privater Stell- oder sogar Garagenparkplatz bietet viele Vorteile. Sie haben einen festen Parkplatz und müssen keinen freien Parkplatz suchen. Ein Garagenparkplatz bietet vor allem im Winter den Vorteil, dass Ihr Fahrzeug vor Wettereinflüssen geschützt ist und Sie keine Zeit mit Eiskratzen verbringen müssen oder aufgrund der Kälte die Türen eingefroren sind. Diese Kosten für einen privaten Parkplatz liegen zwischen 70 bis 300 Franken pro Monat, je nach Wohnort.

Besteht der Wunsch oder die Notwendigkeit die Kosten zu reduzieren, ergibt sich mit dem Erwerb einer Anwohnerparkparte ein hohes Sparpotential. In Zürich kostet eine Anwohnerparkkarte CHF 300, in Basel CHF 140 und in Luzern CHF 600 pro Jahr. Erfüllen Sie die Bedingungen für den Erwerb einer Anwohnerparkkarte, können Sie so bis zu CHF 1'000 oder mehr pro Jahr sparen.

4. Die Wahl der Tankstelle

Die Preise für Treibstoff sind bei uns in der Schweiz generell sehr stabil, ganz anders sieht es in Deutschland aus. Im Schnitt gibt es in unserem Nachbarland bis zu sechs Preisanpassungen pro Tag. In der Schweiz wurden die Preise in einem Jahr umgerechnet 2 Mal pro Woche angepasst. Jedoch besteht auch beim Tanken in der Schweiz ein Sparpotential. Die Tankstellendichte in der Schweiz ist relativ hoch. Doch statt einem starken Wettbewerb, ist der grösste Preisunterschied zwischen den unabhängigen und den grossen Markentankstellen zu erkennen.

Um den besten Preis und Tag zum Tanken zu finden, können Webseiten wie benzin-preise.ch oder auch tankbillig.ch helfen. Eine andere Möglichkeit sind Apps, wie zum Beispiel mehr-tanken.

Sind Sie beruflich viel auf Autobahnen oder im Ausland unterwegs, wird empfohlen statt an der Autobahnraststätte etwa 2 bis 5 Kilometer von der Autobahn zu tanken. Tanken im Ausland sollte vor Fahrtantritt genauer angeschaut werden. In Deutschland zu tanken ist weniger lohnenswert. In Anbetracht des aktuellen (Mai 2019) Umrechnungskurses von Euro zu Franken und den Tankpreisen in Deutschland reduziert sich das Sparpotential auf wenige Rappen. Anders ist das in Österreich. Aufgrund des geringen Literpreises besteht trotz des Umrechnungsgefälles ein Sparpotential von bis zu 25 Rappen pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Liter können so bis zu 12 Franken gespart werden.

5. Optimales Zusammenspiel zwischen Fahrer und Auto

Ein grosses Sparpotential liegt in der Fahrweise und dem Zustand des Autos. Ökonomisches Fahren bedeutet ökologisch und vorausschauend zu fahren. Besonders wird dabei auf die Reduktion des Benzinverbrauches, die Entlastung der Umwelt und die Verringerung des Fahrzeugverschleisses geachtet.

Um herauszufinden, wie der persönliche Fahrstil optimiert werden kann, gibt es verschiedene Kurse, welche unter anderem auch von Fahrschulen angeboten werden. Möglichkeiten den Verbrauch und den Verschleiss zu verringern sind das Bergab- und Bergauffahren im gleichen Gang. Dabei ist das Ziel, die Umdrehungen pro Minute so gering wie möglich zu halten.

Auch vorausschauendes Fahren bietet Sparpotential. Häufiges Bremsen und Schalten erhöht den Treibstoffverbrauch. Ziel sollte es sein, die Verkehrslage im Voraus abzuschätzen und so zu vermeiden, durch Stopps, das Fahrzeug zum Anhalten zu bringen und unnötige Energie verpuffen zu lassen. Moderne Autos schalten an der Ampel das Fahrzeug automatisch ab. Es empfiehlt sich ab dem dritten Auto an der Ampel den Motor abzustellen, um ein angenehmes Starten und Wegfahren zu gewährleisten.

Ein Vergleich des Verbrauches zwischen einem manuellen Schaltgetriebe und einem automatischen Doppelkupplungsgetriebe gibt es heutzutage nicht mehr gross.

Zusätzlich zu den persönlichen und fahrtechnischen Anpassungen sollte auch der Zustand des Fahrzeuges betrachtet werden. Unnötiger Ballast im Kofferraum oder ein zu geringer Reifendruck können sich negativ auf den Verbrauch auswirken. Ein regelmässiger Check des Reifendrucks kann helfen, den Verbrauch zu verringern und die Sicherheit während der Fahrt zu gewährleisten. Sowohl bei einem zu geringen wie bei einem zu hohen Reifendruck verlängert sich der Bremsweg, der Verbrauch erhöht sich und der Verschleiss der Pneus wird grösser. Den optimalen Reifendruck können Sie im Tankdeckel Ihres Autos, in der Bedienungsanleitung oder beim Hersteller Ihrer Pneus finden.

Transportieren Sie nur das nötigste an Zusatzgewicht. Bereits 100 Kilogramm erhöhen den Spritverbrauch um 0.4 Liter je 100 Kilometer. Prüfen Sie was Sie in Ihrem Kofferraum haben, reduzieren Sie das Gewicht und sparen Sie so die Kosten. Haben Sie weitere Tipps? Wir freuen uns jederzeit über Kommentare.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine gute und effiziente Fahrt.

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