Working Capital Management - Geschäftsprozesse optimieren

Die häufigste Ursache für den Konkurs eines KMU ist ein temporäres Liquiditätsproblem. Erfahren Sie, wie Sie die Liquidität und das Working Capital Ihres Unternehmens verbessern können. Extra: 3 Tools, mit denen Sie Ihre Geschäftsprozesse und Finanzen kontrollieren können.

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e-Book Working Capital Management: Geschäftsprozesse optimieren

Wofür steht WoRKing CapITal Management?

Das Working Capital Management (WCM) gibt Unternehmen einen tieferen Einblick in den betrieblichen Wertschöpfungsprozess. Es zeigt den Kernprozess, beginnend mit der Bestellung notwendiger Rohstoffe, der Lagerung von Zwischenprodukten, bis hin zur Produktion der letztendlichen Produkte und dem Verkauf an den Kunden. In vielen Unternehmen binden diese betrieblichen Wertschöpfungsprozesse einen Grossteil der vorhandenen und notwendigen Liquidität. Liquidität, die unter anderem für Investitionen und zum Aufbau wichtiger Rückstellung benötigt wird.

Mit dem Ziel das gebundene Kapital (Working Capital) so gering wie möglich zu halten, werden innerhalb des Working Capital Managements interne Lieferungs- und Lagerprozesse sowie Prozesse des Zahlungs- und Forderungsmanagements genauer angeschaut und zielerreichend optimiert. 

Die Aufgabe besteht darin, eine ausreichende Liquidität sicherzustellen und gleichzeitig die Rentabilität des Unternehmens zu erhöhen.

Unternehmen mit einem guten Working Capital Management haben eine geringe Kapitalbindung und unter anderem ein optimales Forderungsmanagement. Sie können das freigesetzte Kapital investieren oder Ihre Fremdfinanzierung reduzieren.

Die entsprechende Kennzahl ist das Netto-Umlaufvermögen (NUV), welches die Differenz zwischen dem Umlaufvermögen der Aktivseite (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen) zeigt. Je höher die Kapitalbindung bzw. das Netto-Umlaufvermögen, desto geringer die Liquidität des Unternehmens.

Vorteile eines effizienten Working Capital Managements

  • Reduzierung des gebundenen Kapitals (Working Capital)
  • Erhöhung der Liquidität
  • Gewonnenes Kapital kann zum Aufbau von Rückstellung oder zur Reduzierung des Fremdkapitals verwendet werden
  • Erhöhung der Rentabilität
  • Bessere Konditionen bei Banken für anstehende Finanzierungen

Erfahren Sie, wie Sie die Liquidität Ihres Unternehmens verbessern können

Die Grundlage für ein erfolgreiches WCM ist eine Liquiditätsplanung. Sie stellt sicher, dass zu jeder Zeit genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. 

Die Liquidität spiegelt die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens wider. Innerhalb der Liquiditätsplanung werden die Einnahmen und die Ausgaben eines Unternehmens offengelegt. 

Zu den Ausgaben gehören die monatlichen Fixkosten für Mitarbeiter oder die Miete. Weiterhin zählen die Wareneinkäufe sowie die Abgaben und Steuern dazu. Aber auch grössere Ausgaben bzw. Investitionen sollten mit Bedacht werden. 

Zu den Einnahmen gehören Zahlungseingänge aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen oder auch Steuerrückzahlungen.

Die kurzfristige Liquiditätsplanung sollte monatlich erledigt werden. Zusätzlich sollten mittelfristige Pläne für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren aufgestellt werden.

4 Tipps für die Erarbeitung des Liquiditätsplans

  1. Erstellen Sie Ihren Plan rollierend für die nächsten 12 Monate.
  2. Achten Sie auf die Vollständigkeit Ihrer Daten.
  3. Planen Sie mit realistischen Grössen.
  4. Erstellen Sie Ihr Dokument so, dass wichtige Ergebnisse sofort ersichtlich sind.

Mit einem Liquiditätsplan erhalten Sie einen Überblick derzeitiger und zukünftiger Einnahmen und Ausgaben und können so Engpässe frühzeitig erkennen.

Halten Sie Ihre Planung aktuell und werten Sie monatlich Ihre Plandaten im Vergleich zu den IST-Daten aus. Mögliche Abweichungen sollten analysiert und in der Zukunft minimiert werden. 

Innerhalb des Working Capital Managements werden folgende Prozesse analysiert und optimiert:

  1. Bestandsmanagement
  2. Forderungsmanagement
  3. Verbindlichkeitsmanagement

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Bestandsmanagement: Optimierung der internen Lager-, Produktions- und Logistikabläufe

Innerhalb des Bestandsmanagements besteht die Aufgabe darin, den Einkauf der notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe so zu optimieren, dass die erforderlichen Materialien so kurz wie möglich zwischengelagert werden müssen.

Optimierungsvorschläge

  • Verkleinerung des Sortiments (weniger Materialien, geringere Lagerkosten)
  • Optimiertes Lieferkettenmanagement (Just-in-time-Lieferung, Supply Chain Management)
  • Nutzung von Konsignationslagern
  • Erhöhte Standardisierung

Positiver Effekt

  • Geringere Mietkosten durch kleinere Lagerflächen
  • Verbesserung des Cashflows aufgrund eines kleineren Lagerbestands
  • Geringere Abschreibungskosten aufgrund der Verringerung des Lagers
  • Reduktion der Durchlaufzeiten in allen Prozessen

Forderungsmanagement: Kontrolle der Zahlungsfähigkeit der Debitoren sowie Festlegung eines optimierten Mahnprozesses

Das Forderungsmanagement gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Unternehmens. Auch wenn die internen Prozesse optimiert sind, kann es zu Liquiditätsengpässen aufgrund säumiger Debitoren kommen. 

Das Ziel ist daher eine Optimierung der offenen Forderungen und eine Reduzierung des Forderungsbestands. Stellen Sie daher schnellstmöglich Ihre Leistung in Rechnung und haben Sie einen funktionierten Mahnungsprozess. 

Eine Möglichkeit dies zu erreichen, ist die Zahlungsfristen ihrer Kunden zu verringern oder bereits zu Beginn des Auftrages eine Anzahlung zu erlangen. Mit der Reduzierung der Forderungen sinkt die Kapitalbindung und freigesetztes Kapital kann neu eingesetzt werden. 

Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie eine Bonitätsanalyse bei Neukunden. Holen Sie sich dazu Informationen Ihrer Debitoren über deren Vermögens- beziehungsweise Ertragslage. Nutzen Sie Kennzahlen wie den Bonitätsindex und beurteilen Sie den Liquiditätsstatus. 

Prüfen Sie jedoch nicht nur die Zahlungsfähigkeit von Neukunden, sondern schauen Sie sich auch Ihre Stammkunden an.

Optimierungsvorschläge

  • Analyse zukünftiger Debitoren
  • Verkürzen des Zahlungsziels für Debitoren
  • Zügige Rechnungsstellung
  • Vorhandener und geprüfter Mahnprozess

Positiver Effekt

  • Verringerung des Forderungsbestands aufgrund regelmässiger Überwachung
  • Verbesserung des operativen Cashflows aufgrund kürzerer Zahlungsziele und einem effektiven Mahnprozess

Verbindlichkeitsmanagement: Lange Zahlungsziele und Skonto

Im Vergleich zum Forderungsmanagement liegt das Ziel innerhalb des Verbindlichkeitsmanagements darin, die Lage der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten zu optimieren. Zwei Ziele stechen dabei besonders heraus. Zum einen die Verlängerung des Zahlungsziels und zum anderen die Nutzung von Skonti. 

Kontrollieren Sie jede eingehende Rechnung sorgfältig. Begleichen Sie die Rechnung zum Ende der Zahlungsfrist. Probieren Sie, bei den Lieferanten ein möglichst weit gefasstes Zahlungsziel zu vereinbaren. Gewährt Ihr Lieferant Ihnen Skonto, nutzen Sie dies und sparen Sie so bares Geld.

Optimierungsvorschläge

  • Sorgfältige Prüfung eingehender Rechnungen
  • Nutzung von Skonti und Rabatten
  • Verhandlung möglichst weit gefasste Zahlungsziele
  • Geprüfte Auswahl der Lieferanten

Positiver Effekt

  • Erhöhung des operativen Cashflows aufgrund langer Zahlungsziele und Rabatten

Finanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten

Mit dem KMU-Kurzkredit zu schneller Liquidität

Wie bereits festgestellt, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, möglichst lange Zahlungsziele mit Ihren Lieferanten zu vereinbaren. Gleichzeitig spielt die Nutzung von speziellen Rabatten, wie dem Skonto, eine wichtige Rolle. 

Eine Möglichkeit, wie Unternehmen ihre persönliche Kreditlinie nicht unnötig nutzen müssen und gleichzeitig Rabatt erhalten, ist die Finanzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einem KMU-Kurzkredit. Unternehmen profitieren von einem einfachen und schnellen Antragsprozess direkt online. Mit einer entsprechenden Laufzeit werden die Tage, bis die Einnahmen aus dem Verkauf zurückfliessen, überbrückt.

Mit dem „Verkauf“ der Verbindlichkeiten an CreditGate24 erhalten kleine und mittelständische Unternehmen die notwendige Liquidität, die innerbetrieblichen Wertschöpfungsprozesse effizienter zu gestalten. Zusätzlich können ie mit der neu gewonnen Finanzierungsmöglichkeit weitere Verhandlungen mit entsprechenden Lieferanten nutzen, um bessere Zahlungsziele zu verhandeln.

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Günstige Alternative zum Factoring

KMU-Kurzkredit als günstige Alternative zum Factoring

Der erste Gedanke und die Lösung für viele Unternehmer, wenn die eigenen Zahlungsziele zu lang sind, und die Zeit überbrückt werden muss, ist Factoring. In diesem Fall verkauft das Unternehmen die Forderungen an eine Bank oder ein Kreditinstitut und nimmt dafür einen hohen Zinssatz in Kauf. Die schnell gewonnen Liquidität wird zum Ende zu einer kostenintensiven Überbrückung. 

Eine günstige Alternative ist der KMU-Kurzkredit. Gegenüber einem klassischen Ratenkredit fallen bei dem KMU-Kurzkredit keine monatliche Amortisation an. Die Laufzeit ist ebenfalls anders als zum Ratenkredit. Mit einer möglichen Laufzeit von einem bis zu sechs Monaten bietet es für Unternehmen die  optimale, günstige und kurzfristige Finanzierungsmöglichkeit zu Factoring.

Profitieren Sie als Unternehmer von einer schnellen Liquidität für Ihr Unternehmen, ohne hohe Zinsen, und verbessern Sie Ihre Bilanzstruktur optimal für zukünftige Finanzierungsanliegen.

So können wir Sie unterstützen

Wir wissen, dass für viele kleine und mittelständische Unternehmen Liquidität ein wichtiges Thema ist. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir eine Finanzierung finden, die zu Ihrer finanziellen Unternehmenslage passt. 

Geschäftskredit (Laufzeit von 12 - 60 Monaten)

  • Finanzierungssummen bis zu CHF 5 Mio.
  • Laufzeit: 12 - 60 Monate
  • Ab 4.35% Nominalzins p. a.
  • Monatliche Amortisation

KMU-Kurzkredit (Laufzeit von 1 - 6 Monaten)

  • Finanzierungssumme bis zu CHF 5 Mio.
  • Laufzeit: 1 - 6 Monate
  • Ab 4.35% Nominalzins p. a.
  • Keine monatliche Amortisation: Gesamtkosten werden erst zum Ende der Laufzeit beglichen

Wir haben die Lösung für Ihr Vorhaben

  • Liquiditätsengpass beheben
  • Finanzierung anstehender Grossprojekte
  • Anstehende Investitionen in Umlauf- und Anlagevermögen
  • Finanzierungsbedarf für Forschung und Entwicklung
  • Vorzeitige Ablösung bestehender Kredite zu besseren Konditionen

Extra: 3 Tools für die optimale Übersicht Ihrer Finanzen

bexio AG

Vor zehn Jahren begann die Geschichte von bexio. Auf der eigenen Suche nach einer Bürosoftware haben sie letztendlich selbst Hand angelegt und eine eigene Software programmiert. Seit 2013 gibt es bexio, und mittlerweile gehört es zu den führenden Anbietern webbasierter Business Software für Kleinunternehmen. Zur Website: https://www.bexio.com/

Sage

Das Unternehmen Sage kommt ursprünglich aus Grossbritannien. Seit der Gründung vor 30 Jahren, hat sich Sage zu einem der führenden Anbieter in der Schweiz etabliert. Mittlerweile nutzen über 60‘000 Kunden und 2‘400 Treuhänder die Business-Software für kleine und mittelständische Unternehmen in der Schweiz. Zur Website: http://www.sage.com/ch

Abacus

1985 von drei Absolventen der Universität St. Gallen gegründet, haben sie heute über 42‘000 Kunden in der Schweiz. Speziell ihre Cloud-Lösung AbaNinja richtet sich an Kleinunternehmen. Von der Offerte bis zur Rechnungsstellung bieten sie alles an. Zur Website: https://www.abaninja.ch/

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